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waz.de - Velbert, 24. Februar 2016

Grundschule Birth und GSG kämpfen gegen Rassismus

Velbert. Nach der Grundschule Birth bewirbt sich jetzt auch das GSG in Velbert um das Prädikat der fremdenfreundlichen Bildungseinrichtung.


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Kinder aus 29 Nationen besuchen die Grundschule Birth. Bei Projekten arbeiten sie zusammen. Foto: Sabine Klose

Menschen aus über hundert Nationen leben in Velbert, an der Grundschule Birth stammen die sechs- bis zehnjährigen Schüler aktuell aus 29 Ländern.

Da war es eine naheliegende Entscheidung vor einem Jahr, den Zusammenhalt an der Schule zu stärken und sich selbst zu verpflichten, aktiv gegen Fremdenfeindlichkeit vorzugehen – die Grundschule wurde Mitglied im Bündnis der „Schulen ohne Rassismus“, und ein Vertreter des Kreisintegrationszentrums Mettmann überreichte der ersten Schule in Velbert eine Urkunde und zeichnete sie mit dem Prädikat „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ aus (WAZ berichtete). Auf diesem Pfad schreitet die Grundschule Birth fort – und weiß jetzt auch das benachbarte Geschwister-Scholl-Gymnasium (GSG) an ihrer Seite. „Auch dort wurden Unterschriften in der Schülerschaft gesammelt, knapp 20 Mittelstufenschüler schauten bei uns vorbei und schlossen sich unseren gemischten Gruppen an, um zu bestimmten Themen zu arbeiten“, berichtet Sabine Klose, Leiterin der Grundschule. Da wurden der Heimatbegriff untersucht, arabische Wörter unter die Lupe genommen, Gerichte gekocht und das Andreas-Burani-Lied „Auf uns“ mit einem neuen Text „Wir mögen Kriege nicht“ unterlegt.

Aktionstage werden fortgeführt
Im Juni wird das GSG aller Voraussicht nach ebenfalls mit dem Prädikat der rassismusfreien Schule ausgezeichnet. Bereits jetzt luden beide Schulen zu einem gemeinsamen Aktionstag ein, der dem Flüchtlingszuzug in Velbert Rechnung trug. „,Flüchtlinge willkommen!’ haben wir als Motto gewählt. Und es wurde einiges unternommen, um unsere Schüler für das Schicksal dieser Menschen zu sensibilisieren“, sagt Sabine Klose. In der Pausenhalle schauten sich 360 Schüler einen Trickfilm mit dem Titel „Bestimmt wird alles gut“ an, der kingerecht die Flucht einer syrischen Familie von ihrer Heimat bis nach Deutschland schildert. „Es war rührend zu sehen, wie viel Mitgefühl da bei unseren Schülern freigesetzt wurde“, sagt die Schulleiterin. In einem eigenen Beitrag führte GSG-Lehrer Gerd Haehnel mit einigen Schülern ein Schattenspiel auf, das die schwierige Freundschaft des deutschen Jugendlichen Jan und der Türkin Aysche thematisierte. „Ohne die Vielfalt an unserer Schule wären solche Projekte gar nicht möglich gewesen.“

„Wir werden diese Aktionstage alljährlich fortführen“, kündigt Sabine Klose an. Die Auszeichnung verstehe sie als Selbstverpflichtung, Ziele wie gewaltfreies Lernen, Toleranz und Akzeptanz in der Schule zu verankern.

Matthias Spruck

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